Netzwerktreffen im Gewerbegebiet Stegwiesen bei S&G: Direkter Draht ins Rathaus.

Als Hinterhofwerkstatt 1898 von Ernst Schoemperlen gegründet und mit Walter Gast als Partner 1910 auf die Erfolgsspur Schoemperlen & Gast gebracht, präsentiert sich das Unternehmen heute seit 1998 als S&G Automobil AG und einer der größten Mercedes-Benz-Partner in Deutschland. Hier kamen in der vergangenen Woche Firmen aus dem Gewerbegebiet Stegwiesen zusammen zum Informationsaustausch und zum gegenseitigen Kennen lernen. Mit S&G war man wieder am Ausgangsort des Gebietsnetzwerktreffens, das Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick zusammen mit der kommunalen Wirtschaftsförderung vor vier Jahren ins Leben gerufen hatte. "Diese Zusammenkünfte dienen zum Austausch mit der Verwaltung, zur Präsentation der teilnehmenden Firmen und zur ausführlicheren Vorstellung des jeweiligen Gastgebers, meist mit geführtem Rundgang durchs Unternehmen", sagte die Oberbürgermeisterin. "Sie sollen ein Forum sein, um Netzwerke zu bilden, zu erneuern und zu verstärken." Dies sei ganz im Sinne der beiden Gründungspartner von S&G, Ernst Schoemperlen und Walter Gast, die sich sinnigerweise bei einer Autopanne kennen gelernt hatten, sagte Achim Quitz vom S&G-Vorstand mit ergänzenden Ausführungen von Ralf Wurster, Center-Leiter und Thomas Rupp, Verkaufsleiter beide von S&G in Bruchsal.

 

Beim jüngsten Netzwerktreffen kamen ganz unterschiedliche Branchen zusammen wie Kfz, Lebensmittel, Baugewerbe, Stahl- und Eisenhandel, Reifenhandel, Physiotherapie, Tanzschule und noch einige andere. Alle waren interessiert an der Kommunikation untereinander und mit der Oberbürgermeisterin sowie mit Birgit Welge und Christine Dimmelmeier von der kommunalen Wirtschaftsförderung.

"Wenn man sich gegenseitig kennt und voneinander weiß, kann man auf kurzem Wege manches Hindernis schnell aus dem Weg räumen oder neue Ideen realisieren", war die einhellige Meinung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Als Fazit klang die Zufriedenheit mit dem Gewerbegebiet durch. Platz- und Grundstücksbedarf für Firmenerweiterungen wurde deutlich und allgemein sprach man über die Schwierigkeit, passende Auszubildende zu finden. Aktuell beschrieb Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick die wirtschaftlichen und technischen Neuheiten in Bruchsal, wie den EFEU-Campus, das Entwicklungs- und Forschungszentrum für nachhaltige urbane Logistik, die Mitwirkung beim Autonomen Fahren, das Lufttaxi Volocopter oder den Digital Hub, ein Innovationslabor für den Einsatz digitaler Technik. Die Oberbürgermeisterin warb dafür, die neuen Möglichkeiten der digitalen Technik auszuprobieren und zu nutzen. "Der Digital Hub ist für alle da", sagte sie. "Er soll den Zugang zu neuen Welten öffnen." Zum Thema "Fachkräfte finden" wies sie auf die JugendTechnikSchule der regionalen Wirtschaftsförderung hin, die junge Menschen mit der Berufswelt in Verbindung bringt. "Nutzen Sie die Chance und laden Sie diese Einrichtung zu sich in die Betriebe ein", sagte die Oberbürgermeisterin. Im gemeinsamen Gespräch wurde schnell deutlich, dass für die Betriebe schnelles Internet heute schon überlebenswichtig ist. Ein Betriebsrundgang schloss das Netzwerktreffen ab.

© Text und Bildmaterial: Stadt Bruchsal / Wirtschaftsförderung; Christine Dimmelmeier