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3. Berufsorientierungsmesse des Landkreises Mansfeld-Südharz 

1.200 Schüler aus dem Landkreis besuchen die Berufsorientierungsmesse.

SANGERHAUSEN/MZ – „Wir hier 2011“ – unter diesem Motto hat gestern die 3. Berufsorientierungsmesse des Landkreis Mansfeld-Südharz begonnen. Sie findet in der Sangerhäuser Berufsschule statt und endet heute um 13 Uhr. Rund 1.200 Schüler ab Klasse acht aus allen Sekundar- und Förderschulen des Landkreises sind eingeladen, auch Lehrer und Eltern. Denn Jugendliche, oft in der achten Klasse noch völlig orientierungslos, sollen einen ersten Einblick in die Welt der Berufe bekommen, sich umschauen, ausprobieren, Fragen stellen. Und erfahren welche Ausbildungsmöglichkeiten ihnen in der Region offen stehen. Ein Arbeitskreis unter Federführung der Sangerhäuser Agentur für Arbeit, des Landkreises und des Fachbereichs Sekundarschulen vom Landesverwaltungsamt hat seit mehreren Monaten am Messe-Konzept gefeilt. Offensichtlich mit Erfolg. Rund 70 Unternehmen aus dem Landkreis stellen ihre Ausbildungsberufe vor. Es gibt kurze Vorträge über einzelne Bereiche wie etwa das Handwerk einen „Bewerber-Knigge“, praktische Vorführungen wie etwa bei den Friseuren und Möglichkeiten zum Experiment. Die langfristige Vorbereitung hat sich gelohnt. „Wir haben schon vor ein paar Wochen in der Schule den Messekatalog bekommen“, sagen David, Marvin und Phillipp von der Ganztagsschule „Anne Frank“ in Hettstedt. Phillipp möchte Kfz-Mechaniker werden, Marvin Maschinenführer oder –mechaniker. Und David zieht es in die Landwirtschaft. „Mal gucken, was uns in Frage kommt.“ Am Stand der Bergaer Firma SMK entfährt einem von ihnen ein leises Stöhnen, als er hört, dass die ausgestellten Metallstücke während einer solchen Messe vor. Aus gutem Grund. „Nächstes Jahr haben wir wieder vier Lehrstellen. Drei sind noch frei“, sagt Thomas Stoklas, seit 1998 Ausbildungsleiter. Jetzt nicht mehr, deshalb müsse man was tun. Am Stand des Autohauses S&G kommt Stefan Enke aus Hettstedt mit Saskia Leonhardt und Michael Putzler, beide erstes Lehrjahr, ins Gespräch. Ganz gezielt erkundigt sich der Neuntklässler nach den Voraussetzungen, die man als Bewerber mitbringen muss, Praktikumsmöglichkeiten, dem günstigsten Zeitpunkt für die Bewerbung. Für ihn steht felsenfest, dass er Kfz-Mechatroniker werden will. Ziemlich sicher sind sich bereits Vanessa aus Hayn, Marie aus Wettelrode und Christin aus Bennungen: Alle drei möchten am liebsten Erzieherin werden, sagen die Achtklässlerinnen der Sekundarschule Roßla, während sie ihre Fragebögen gewissenhaft ausfüllen. „Wir haben uns in Wirtschaft und der Klassenleiterstunde auf den Messebesuch vorbereitet.“ An den Ständen seien ihre Fragen nett und ausführlich beantwortet worden, loben sie. Einzig der Lageplan sei doch etwas zu unübersichtlich und mancher Stand schwer zu finden. Das bestätigt Uta Mayer, Sprecherin der Sangerhäuser Agentur für Arbeit: „Am Messekatalog müssen wir noch feilen.“ Nach dem Ende der Messe werde von allen Ausstellern eine Einschätzung erbeten, unter anderem dazu, ob sich die Berufsschule als Standort besser eignet als bisher die Mammuthalle. Mit den Schulleitern wird Karl-Heinz Miltenberger vom Landesverwaltungsamt die Messe auswerten. Dass es nächstes Jahr um diese Zeit wieder eine Berufsorientierungsmesse im Landkreis geben wird, stehe aber schon fest, sagt Uta Mayer.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 11.11.2011